Allgemeine Informationen


Das 1952 als erster Kulturbau Österreichs erbaute und 2013 nach einer umfangreichen Generalsanierung wieder eröffnete und neu positionierte Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien (KM–) zeigt zeitgenössische Kunst aktueller internationaler Strömungen unter Einbindung lokaler Künstlerinnen und Künstler. 

Fotos Aussenansicht: Markus Krottendorfer

Foto Innenansicht: Peter Eder

Unter der gleichen Führung aber einer institutionellen Reorganisation freut sich das neue Team die HALLE FÜR KUNSTSteiermark präsentieren zu können.

Im Heute als auch zuvor widmet sich das Ausstellungshaus der Präsentation von zeitgenössischer, gesellschaftsrelevanter Kunstproduktion im internationalen Kontext, wobei die sorgsam präsentierte Kunst hier auch bewusst für sich stehen und sprechen soll. Gleichzeitig nimmt die Aufmerksamkeit für die lokale Kunstproduktion maßgeblich auf das künstlerische Programm Einfluss. Durch diese unterschiedlichen Perspektiven positioniert sich die HALLE FÜR KUNST Steiermark als progressives Haus, das das Internationale nicht außerhalb des lokalen Kontextes und vice versa denken kann. Durch unterschiedliche Formate wie Einzel- und thematische Gruppenausstellungen, Performances und Residencies möchte das kuratorische Team unmittelbar auf die vielfältigen Ausdrucksmittel heutiger künstlerischer Produktion reagieren und ein offener Ort für die Resonanz von aktuell relevanten Diskussionen sein.

Dabei bieten die wunderbare Architektur und die umliegende Parkanlage einen einzigartigen Rahmen für ein solches Programm. Diesem physischen Raum gegenüberstehend ist die neue Website der HALLE FÜR KUNST Steiermark als eine divers bespielbare Plattform eingerichtet, die die unterschiedlichen Schwerpunkte und künstlerischen Produktionen reflektiert und nach Außen trägt. Diesem Schritt der Öffnung folgend ist es der Institution ein großes Anliegen Gegenwartskunst für alle Mitglieder der Gesellschaft zugänglich zu machen, sodass der Eintritt zu den Ausstellungen frei ist und ein vielseitiges Vermittlungsangebot zur Verfügung steht.

Ausstellung 2021: 

Europa: Antike Zukunft

23.4. - 15.8.2021

Jimmie Durham, Haris Epaminonda, Ira Goryainova, Renée Green, Franz Kapfer, Barbara Kapusta, Jutta Koether, Oliver Laric, Shahryar Nashat, Steven Parrino, Franco Vaccari, James Welling, Franz West 

Alle sprechen über (und viel zu oft gegen) Europa, und auch ein gemeinsames Europa kommt nur langsam in Gang. Zu tief sitzen die partikularen Interessen von Nationalstaaten, Bürokratie und Wirtschaft, worin sich auch die Verbundenheit Vieler mit dem unmittelbar Vertrauten spiegelt. Die Zukunft kann aber nur in einem offenen, kosmopolitischen Zugang liegen, der in einem guten Verhältnis jedes Einzelnen zur lokalen wie internationalen Gemeinschaft steht. Die Suche nach einer kritischen Balance von Individuum zur Gruppe zeichnete bereits die griechische Antike aus, um auf Basis individueller wie allgemeiner Freiheiten und Verantwortungen die Demokratie zu stärken. Das umfangreiche Projekt Europa: Antike Zukunft formuliert aktuelle Beiträge zu einer dringend nötigen Diskussion, um aus einer in die Zukunft gedachten Geschichte ein kulturell und darin politisch gedachtes Europa im Sinne einer Gleichheit in Differenzvoranzubringen.

 

Domestic Drama

4.12.2021 - 20.02.2022

 
Larry Achiampong, Ayo Akingbade, Aram Bartholl, Camille Blatrix, Oscar Enberg, Vera Frenkel, Nigel Gavus & İlkin Beste Çırak, Antony Gormley, Mona Hatoum, Kaarel Kurismaa, Nicola L., Bertrand Lavier, Olu Ogunnaike, Laura Põld, Bruno Zhu

Der österreichisch-amerikanische Psychologe Ernest Dichter verfasste 1960 die Publikation The Strategy of Desire, in der er seine wichtigsten Ideen zur Entwicklung der Markt- und Motivforschung niederlegte. Auf Basis der Freud’schen Psychoanalyse entwickelte Dichter Methoden, die er auch als ​„Kunst der Einflussnahme” bezeichnete um das Verlangen nach neuen Waren stetig zu steigern. Im Zentrum seines Denkens liegt die Annahme, dass der Mensch Entscheidungen auf Basis von Emotionen und nicht auf Grund von rationalen Überlegungen trifft.

Die großangelegte Gruppenausstellung Domestic Drama stellt einen Versuch dar, diesen von Dichter beschriebenen ​„Seelen“, die vermeintlich in unseren Alltagsgegenständen schlummern, nachzuspüren und sie heraufzubeschwören. Als Schauplatz dieser Suche dient ein Ort, der in hohem Maß durch Emotionen geprägt ist: das ​„Zuhause”. An kaum einem anderen Schauplatz als in den eigenen vier Wänden offenbaren sich sonst oft nicht immer unmittelbar fassbare aber wesentliche Kategorien wie unsere soziale, ökonomische, ethnische und geschlechtliche Zugehörigkeit. Wohnen an und für sich kann unmittelbar über gesellschaftliche Zugehörigkeit und Teilhabe bestimmen, nämlich genau dann, wenn jenes Grundbedürfnis nicht erfüllbar oder prekär ist.

In unserer unmittelbaren Gegenwart, die durch die anhaltende Corona-Pandemie geprägt ist hat sich dieser Umstand deutlicher denn je gezeigt: Das ​„Zuhause” wandelte sich vom Rückzugsort zur permanenten Produktionsstätte, in der unter anderem die Grenzen zwischen Privatem und der Arbeitswelt verschwinden und daraus resultierende Konflikte, die vormals im Außen stattfanden, im Inneren der Privatsphäre ausgetragen werden.

Domestic Drama stellt einen Versuch dar Alltagsobjekte nicht als Werkzeuge und Objekte des Gebrauchs zu verstehen, sondern als Repräsentanten von eben diesen Konflikten, aber auch Wünschen und Verlangen, die unsere Identitäten prägen. Entgegen einer rein didaktisch-analytischen Annäherung an das Thema möchte die Ausstellung unmittelbar durch unterschiedliche ästhetische und konzeptionelle Strategien einen physischen wie psychologischen Raum schaffen, in dem die oben beschriebenen Prozesse und Mechanismen erfahrbar gemacht werden.

 

Performance 2021: 

Give Rise To Armin Lorenz Gerold 

20.8. - 21.8.2021

Armin Lorenz Gerold (*1981 Graz, lebt in Berlin) zählt zu den spannendsten zeitgenössischen Künstler_​innen, die an der Schnittstelle von Sound und visueller Kunst arbeiten. Für die HALLE FÜR KUNST Steiermark produziert er eigens eine performative Arbeit, die live im Hauptraum der Institution und gleichzeitig über einen lokalen Radiosender veröffentlicht wird, sodass das Stück über die architektonischen Grenzen des Hauses und der Stadt hinaus strahlt. 

 

Give Rise To Billy Bultheel & Viviana Abelson
UNTER KAMMERMUSIK

Landeszeughaus, 18:00 & 20:30

19.11.2021

Performance 

mit Alexander Iezzi, Rebecca Lane, Lie Ren Lim

Die HALLE FÜR KUNST Steiermark freut sich in der neu initiierten Performancereihe Give Rise To, die sich dieses Jahr durch unterschiedliche Perspektiven mit der Geschichte, den Ressourcen und den diversen Bevölkerungsgruppen von Graz auseinandersetzt, eine bemerkenswerte ortsspezifische Neuproduktion vorzustellen. In diesem Zusammenhang präsentiert der belgische Künstler Billy Bultheel in Kollaboration mit der argentinischen Künstlerin Viviana Abelson die Performance UNTER KAMMERMUSIK.

Durch die Komposition von immersiven Partituren und experimentellen Soundscapes erweckt Bultheel die Körper, die ursprünglich als Vehikel des Kriegs dienten, wieder zum Leben. Hierfür aktiviert er in UNTER KAMMERMUSIK die Körper der Performer_​innen, die sich Instrumenten spielend durch die schmalen und dunklen Gänge der historischen Architektur bewegen um eine intime akustische Umgebung zu schaffen, in der ein Nachdenken über Verwundbarkeit und Resilienz, Dunkelheit und Licht, Vergangenheit und Gegenwart möglich wird.

Öffnungszeiten


Di - So 11:00 - 18:00

Do       11:00 - 18:00

Mo       geschlossen

 

 

Preise


Feier Eintritt 

 

Anreise


Burgring 2
8010 Graz, Austria

Beginn Opernring 

Versammlungsplatz Reisebusse

In der Nähe (3min zu Fuß): Stadtpark, Dompfarre Graz, Freiheitsplatz mit Schauspielhaus, Opernhaus Graz, Glockenspielplatz

Graz und seine Umgebung


Graz ist schnell vorgestellt: Genuss Hauptstadt, Stadt der roten Dächer, Stadt des Uhrturmes mit seiner abwechslungsreichen Geschichte. Barocke Bauten, idyllische Innenhöfe und futuristische Kunst wie das Kunsthaus an der Mur und die Murinsel mit dem Café direkt im Hauptfluss der Steiermark. Hier trifft Kunst auf Kultur, südliches Flair auf moderne Lebensart, Genuss auf Erlebnis – Graz heißt Sie herzlich willkommen.

Details

Bildergalerie


Künstlerhaus, Halle für Kunst und Medien

GrazSteiermark


Für Qualität in den Beziehungen zwischen Öffentlichkeit und Kunstwerk sorgt ein variantenreiches Programm aus Einzelausstellungen sowie thematischen Gruppenausstellungen, welches zusätzlich von einem an Umfang reichem Rahmenprogramm begleitet wird: So ermöglicht etwa die Reihe „An Art Day’s Night“ jeden Donnerstag ab 18 Uhr bei freiem Eintritt den Besuch von Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Katalogpräsentationen, sachbezogenen Zwiegesprächen, Performances, Konzertauftritten von Künstlerbands sowie allgemeine Debatten zu und über zeitgenössische Kunst.

Kontakt


Künstlerhaus, Halle für Kunst und Medien

Burgring 2
8010 Graz

  0316/740084

  info@halle-fuer-kunst.at
  http://www.halle-fuer-kunst.at

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